Dental Lexikon H

Zahnärztliches Lexikon H

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Haarzunge
dunkle Veränderung des Zungenrückens mit papillenartigen Wucherungen verschiedenster Ursache; hauptsächlich bei älteren Männern auftretend.


Habits
engl. Ausdruck für "dumme" Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Lippenbeißen, Nägelkauen usw.; kann zur Lockerung der Zähne und / oder Verformung des Kiefers führen. Siehe auch unter Parafunktion und unter Kiefer- und Zahnfehlstellungen auf eigener Seite.


habituell
ständig, gewohnheitsmäßig.


Habitus
der äußere Erscheinungsbild, der Gesamteindruck, die Statur eines Lebewesens.


Hackbiß
es kann beim H. nur noch eine Öffnungs- bzw. Schließbewegung des Unterkiefers durchgeführt werden; die typischen mahlenden Bewegungen sind nicht möglich. Ursache sind starke Kieferverformungen oder Erkrankungen des Kiefergelenks.


Haftmittel
bei Vollprothesen (zum Ersatz aller Zähne) von Prothesenträgern angewandte Methode zur Verbesserung des Haltes. Die H. liegen als Pulver, Cremes, Flüssigkeiten oder Pasten vor und können bei unzweckmäßiger Anwendung zu erheblichen Schäden an der Schleimhaut, dem Alveolarknochen und der Okklusion führen. Bevor H. benutzt werden, sollte unbedingt eine zahnärztliche Kontrolle der Paßgenauigkeit erfolgen. ist diese Voraussetzung vorhanden, so können H. besonders bei folgenden Fällen auch über längere Zeit und unter regelmäßiger zahnärztlicher Kontrolle benutzt werden:
» bei Anpassungsproblemen eines neuen Zahnersatzes,
» bei Menschen, die auf einen hohen Sicherheitsgrad hinsichtlich des Prothesenhalts und der Prothesenfunktion angewiesen sind, wie z.B. Sänger, Schauspieler usw.,
» bei Patienten mit Allgemeinleiden wie z.B. Parkinson, Alzheimer usw.,
» bei Patienten mit extrem schlechten Kieferknochenverhältnissen (besonders im Unterkiefer),
» bei Patienten mit geringem Speichelfluß. Die H. sollten in möglichst dünner Schicht auf die vorher gründlich gesäuberte Prothese aufgetragen werden.


Haftung
der Arzt haftet für Behandlungsfehler (sog. 'Kunstfehler', Verstoß gegen die allgemein anerkannten Grundsätze der ärztlichen Wissenschaft), bei Verletzung der erforderlichen Sorgfalt und bei Unterlassung einer medizinisch notwendigen Maßnahme. Es besteht keine Haftung für den gewünschten Behandlungserfolg! Inhalt der H. ist zum einen ein Schadensersatz für Nachteile, die einer Person an Gesundheit und Vermögen entstehen, zum anderen ein Schmerzensgeld (für immaterielle Schäden) bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Handlungsweise.
Daneben besteht auch noch eine H. aus unerlaubter Behandlung. Dieser Fall tritt z.B. dann auf, wenn keine ausreichende Aufklärung erfolgte, der Patient somit das Risiko des Eingriffs nicht richtig einschätzen konnte oder bei der Behandlung von Minderjährigen, wenn die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten vor Beginn der Behandlung nicht eingeholt wurde.


Haftvermittler
==> moderne Haftvermittlungssysteme.


hämatogen
durch das Blut, aus dem Blut entstanden.


Hämatom
meist unfallbedingter Bluterguß.


Hämoglobin
roter Blutfarbstoff; Sauerstofflieferant für unsere Körperzellen.


hämorrhagisch
zu Blutungen neigend.


Hämostyptika
auch Hämostatika, blutstillende Mittel.


Halbkrone

ähnlich der Dreiviertelkrone im kariesarmen Gebiß angewandte Teilkrone, bei welcher nicht der gesamte sichtbare Zahn zur Aufnahme einer Krone beschliffen wird. Wie die Dreiviertelkrone setzt die H. eine gute Mundhygiene voraus.


Halbwinkeltechnik (-projektion)
in der zahnärztlichen Röntgenologie angewandte spezielle Technik, bei welcher das fertige (aber verzerrte) Bild annähernd der tatsächlichen Größe des geröntgten Zahnes entspricht. ==> Paralleltechnik


Halitosis
unangenehmer Mundgeruch besonders beim Ausatmen; im Unterschied zum Foetor ex ore, hat die Ursache der H. nichts mit mangelnder Mundhygiene zu tun, sondern wird durch Absonderung von normalen oder krankhaften Stoffwechselprodukten in den Speichel verursacht; sie sind zu etwa 10% an einem üblen Mundgeruch beteiligt. So ist z.B. das sog. Fischgeruchsyndrom auf die Unfähigkeit des Organismus zurückzuführen, das in der Natur weit verbreitete Cholin vollständig abzubauen, was wiederum zu einer Anhäufung von Trimethylamin im Blut und anderen Körperflüssigkeiten führt. Dadurch entsteht der fischige Geruch im Atem, Urin und Schweiß. Bekannt sind ebenfalls der Azetongeruch von Diabetikern und der Ketonduft bei der Appetitlosigkeit. Probleme mit dem Nierensystem führen zum Uringeruch und Erkrankungen von Leber und Galle bewirken einen 'mäuseartigen' Mundgeruch. Ferner bedingen Erkrankungen oder Medikamente, welche den Speichelfluß herabsetzen (==> Xerostomie) oder allein schon der verminderte Speichelfluß während des Schlafes einen abstoßenden Geruch, da der Speichel durch die Vielzahl seiner Bestandteile den Mundgeruch kontrolliert. Siehe auch unter Foetor ex ore, Mundhygiene.


Halteelement
in der Prothetik (bzw. Kieferorthopädie) benötigte technische Vorrichtung zum Befestigen eines herausnehmbaren Zahnersatzes (bzw. einer Zahnregulierung) an den eigenen Zähnen. H. können Klammern, Geschiebe, Riegel oder Stege sein.


Hasenscharte
schon im Mutterleib entstandene Missbildung (Spaltbildung) der seitlichen Oberlippe. Bei der komplizierten H. ist der Oberkiefer und Gaumen ebenfalls durch fehlenden Zusammenschluß mit beteiligt. Früher lebenslang entstellend, ist die H. heute durch spezielle Operationstechniken kosmetisch befriedigend zu korrigieren. ==> Gaumenspalte, Gesichtsspalten


Haushaltszucker
==> Zucker.


Hautzähne, Polyphyodontie
im Tierreich z.B. bei Haifischen anzutreffende Urform der Zähne. Im Gegensatz zu den menschlichen Zähnen können sich bei Verlust der H. neue Beißwerkzeuge bilden (sog. 'Polyphyodontie').


Headgear
(engl. = Kopfgestell) in der Kieferorthopädie angewandter Außenbogen, welcher außerhalb des Mundes am Kopf befestigt und mit einer Zugvorrichtung versehen ist, die an die zu bewegenden Zähne im Mund angreift. Sehr wirkungsvolles Hilfsmittel bei schwierigen Zahnbewegungen; für den Patienten allerdings sehr hinderlich. Siehe auch unter Kopf-Kinn-Kappe.


Hebel
im Zusammenhang mit dem Zahnziehen oder der Entfernung von Wurzelresten benutztes Instrument, welches durch Abstützung am Kieferknochen die Hebelkraft zur Entfernung ausnützt. Auch unter dem Namen Kralle o. Geißfuß bekannt.


Hedström-Feile
gebräuchlichstes feines Instrument zur raspelartigen Aufbereitung der Wurzelkanäle bei einer Wurzelbehandlung. ==> Endodontie


Heilinjektion
Therapie zur Behandlung von best. Zahnnerventzündungen. Umstrittene Behandlungsmethode.


Hemisektion
chirurgische Entfernung eines Zahnteiles (mit Wurzel) bei mehrwurzligen Zähnen. Die im Kiefer verbleibende Wurzel muß vor dem Eingriff wurzelbehandelt sein; sie dient nach dem Eingriff i.d.R. als Stützpfeiler für eine prothetische Versorgung (Brückenpfeiler, Halteelement).
Siehe auch unter Prämolarisierung.


Hepatitis
Leberentzündung. Da des Risiko einer Ansteckung mit der H. bei zahnmedizinisch tätigen Personen etwa 200mal so hoch ist wie bei einer Normalperson, wird die H. als Berufserkrankung versicherungstechnisch anerkannt. Gegen die am meisten vorkommenden Formen einer H. (A bzw.B) ist eine Schutzimpfung möglich.


herausnehmbarer Zahnersatz
siehe unter Teilprothese.


Herderkrankung, Herdinfektion
==> Fokalinfektion. Es wird angenommen, daß ein krankhafter 'Herd' im Körper durch Streuen von Bakteriengiften an einer anderen Körperstelle eine schwere Allgemeinerkrankungen (z.B. Still-Syndrom) verursachen kann. In der ZHK sollen dafür vereiterte Zähne (==> Granulom), Wurzelreste, verlagerte Zähne, entzündete Zahnfleischtaschen, eine 'Restostitis' usw. verantwortlich sein. Es gibt zur Bestimmung einer H. versch. Untersuchungsmethoden, welche aber alle wissenschaftlich umstritten sind.


Herpes
virusbedingter Bläschenausschlag (==> Aphten/Herpes), welcher auf der Haut oder Schleimhaut vorkommt. In der ZHK hauptsächlich an der Lippe vorkommend ("Fieberbläschen"). Die Erkrankung kann äußerst schmerzhaft sein und tritt meist in Verbindung mit einer verminderten Abwehrlage des Körpers oder in Streßsituationen auf. Die Behandlung ist lang und schwierig. Im Lippenbereich hat sich neben spez. Medikamenten die lokale Anwendung von konzentrierten Melisseblättern gut bewährt.


Hilfselemente
Bezeichnung aus der Kieferorthopädie für an Behandlungsapparaten angebrachte aktive Drähte zur Bewegung von Zähnen.


Himbeerzunge
typisches Zeichen für die etwa ab dem 4.Krankheitstag auftretende Scharlacherkrankung. Die Papillen der Zunge sind durch Entzündung angeschwollen und hochrot verfärbt.


Hippokrates
griechischer Arzt um 400 v.Chr. auf der Insel Kos. Gilt als der Gründer einer wissenschaftlichen Medizin. Der von ihm verfaßte Eid ist auch heute noch Grundlage allen ärztlichen Handelns.


Hirtenstab
spezielles Gerät zur Entfernung von festzementierten Kronen und Brücken.


Histamin
Gewebshormon mit starker Auswirkung auf den Körper, wie z.B. Blutdrucksenkung, Erweiterung der feinen Blutgefäße usw. Zentrale Bedeutung bei allergischen Reaktionen. Hemmung des H. durch die sog. Antihistaminika mit unterschiedlicher chemischer Struktur.


Histologie
Lehre von den Geweben des Körpers hauptsächlich auf mikroskopischer Ebene.


histologischer Befund
mikroskopisches Untersuchungsergebnis nach einer Gewebsentnahme (Probeexzision). Dient u.a. zur Abgrenzung zwischen gutartigen und bösartigen Gewebeveränderungen.


HIV-1 Infektionen, AIDS
auch unter der engl. Abkürzung AIDS ( Acquired ImmunoDeficiency Syndrom) bekannt, dessen auslösendes Virus als HIV-1 ( Human Immunodeficiency Virus type 1) bezeichnet wird; ohne bisher wirkungsvolle Therapie oder Impfung. Bisher sind zwei Stämme (HIV-1 u. HIV-2) bekannt. Nach Schätzungen der WHO (WeltGesundheitsOrganisation) sind 24 Millionen Menschen erkrankt, von denen etwa 6 Millionen das Vollbild AIDS zeigen.
Im zahnärztlichen Bereich stellt der HIV-infizierte Patient eine mögliche Infektionsquelle für das zahnärztliche Team und für nachfolgend behandelte Patienten dar; wie auch umgekehrt von einem positiven Behandler eine Übertragung auf seinen Patienten erfolgen könnte. Der Übertragungsweg wäre nach bisher gesicherten Erkenntnissen einzig der direkte Blut-Blut Kontakt; Speichelübertragungen wurden bisher nicht beobachtet: so konnten z.B. in Haushalten mit nur einer Zahnbürste keine Querinfektionen beobachtet werden; als Ursache gilt die geringe Konzentration der AIDS-Viren in diesem Medium, wie übrigens auch in der Tränenflüssigkeit.
Wenn auch ein Infektionsrisiko besteht, so sind bisher (Juni '98) - im Gegensatz zur Hepatitis - weltweit noch keine Fälle bekannt geworden, in welchen eine Infektionsübertragung in einer Zahnarztpraxis erfolgte. Die in jeder Praxis üblichen peniblen Hygienemaßnahmen und die Schutzkleidung des zahnärztlichen Teams geben dem AIDS-Risiko beim Zahnarzt keine Chance. Der 1990 weltweit medienwirksam gemeldete Fall eines HIV-positiven Zahnarztes, der während seiner Tätigkeit 5 Patienten infiziert haben soll, läßt sich wissenschaftlich nicht belegen. Eine wegen dieses angeblichen Vorkommens durchgeführte Studie an 19.000 Patienten, welche von 57 HIV-positiven Ärzten behandelt wurden, zeigte bei keinem der Patienten auffällige Werte.
Sollte es - trotz aller Vorsichtsmaßnahmen - zu einem direkten Blut-Blut-Kontakt (z.B. versehentliches 'sich Stechen' mit einer infizierten Injektionsnadel) kommen, so empfiehlt das amerikanische 'Center for Disease Control' (CDC) für diese Art der Hochrisikoverletzung als Infektionsprophylaxe eine medikamentöse Kombinationstherapie mit Zidovudine®, 3TC® und Indinavir®.
Das weltweite Ansteigen der gefährlichsten Infektionskrankheit, der Tuberkulose, wird indirekt mit AIDS in Zusammenhang gebracht: eine Infektion mit Tuberkulose tritt i.d.R. nur dann auf, wenn das körpereigene Immunsystem geschwächt ist. So sterben die meisten HIV-positiven Patienten an dieser Infektion.


Höcker
die Spitzen oder Höcker der Backenzähne. Greifen beim Kauakt in die Grübchen der gegenüberliegenden Backenzähne und zermahlen so nach dem Mörserprinzip die Nahrung.


Höhenabbau
meist altersbedingter Abbau des Kieferknochens. Da das darüber liegende Zahnfleisch fest mit dem Knochen verwachsen ist, zieht es sich mit zurück, die Zähne erscheinen subjektiv länger.


Hohlkehlpräparation
heute gebräuchlichste Art des Beschleifens eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone. Mittels speziell geformter Diamantbohrer ('Torpedos') wird die Präparationsgrenze so gestaltet, daß nach Eingliedern der fertigen Krone ein glatter Übergang zwischen Zahn und künstlicher Krone besteht. ==> Präparation.


Holundermark
früher gebräuchliches Mittel zum Abtöten des Zahnnerves. Die Wirkung ging nicht vom H. aus, sondern von der darin beigemischten Arsenverbindung.


Homöopathie
wissenschaftlich nicht belegte Lehrmeinung, die von der These ausgeht, daß Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird. Die Dosierungen sind so gering, daß von den homöopathischen Medikamenten keine Gefährdung für die Gesundheit ausgehen kann; gleichwohl wird über Heilungserfolge berichtet. Im Gegensatz zur Allgemeinmedizin in der ZHK von untergeordneter Bedeutung.


horizontales Putzen
sog. "Schrubben"; bei vielen Menschen gebräuchliche (falsche) Art des Zähneputzens. Das einfach Hin- und Herbewegen der Zahnbürste läßt diese nicht ausreichend in die Zahnzwischenräume eindringen und schädigt zusätzlich das Zahnfleisch. Bei freiliegenden Zahnhälsen kommt es durch diese Technik zu keilförmigen Defekten.


Hormon
körpereigener Wirkstoff, welcher von dazu bestimmten inneren Drüsen gebildet wird und über Körperflüssigkeiten oder auch Nerven an den eigentlichen Wirkungsort gelangt. Unverzichtbare Stoffe zur Steuerung bzw. Regelung der Körperfunktionen.


humane Papillomviren, HPV
Doppelstrang-DNS-Viren mit 80 versch. Typen, wovon einige zu den sog. 'high risk'-Typen gehören: darunter versteht man eine mit zum Krebs beitragende Wirkung. Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Patienten mit einem Mundhöhlenkarzinom findet man auch den HPV-Virus; eine Thearapie gegen HPV gibt es bisher nicht.


hyalin
glasartig, durchscheinend.


Hyaluronidase
aus Tiergewebe hergestelltes Enzym, welches die zwischen den einzelnen Körperzellen liegende Kittsubstanz auflockert. Bedeutung in der ZHK bei der örtlichen Injektion von Medikamente zur besseren Tiefenwirkung.


Hybridprothese
wie eine Vollprothese (Totalprothese) aussehender Zahnersatz, welcher aber noch an eigenen Zähnen abgestützt bzw. verankert ist. Erleichtert den Übergang zur echten Vollprothese. ==> Cover denture


Hydantoin
gebräuchliches Medikament zur Behandlung der Epilepsie. Nebenwirkung in der ZHK ist ein häufig stark wucherndes Zahnfleisch.


Hydrokolloid
reversibel-thermoplastische Sol/Gel-Systeme, welche durch Erwärmung plastifiziert, das heißt, in ein zähflüssiges Sol überführt werden. In der zahnärztlichen Praxis werden diese Abformmaterialien bei konstanter, verarbeitungsbereiter Temperatur aufbewahrt. Durch Wasserkühlung in einem spez. Abformlöffel geht das Material von der zähflüssigen Sol-Phase in einen schwach elastischen Gelzustand über. H. zeichnen sich durch detailgenaue Wiedergabe der Mundsituation aus und sind relativ unempfindlich gegen Speichelreste auf den abzudrückenden Zähnen. Die Rückstellung erfolgt unmittelbar; ähnlich wie bei den Alginaten müssen die H. bald nach der Abdrucknahme mit einem Modellgips ausgegossen werden. Bekannte H. in der ZHK sind die gebräuchlichen Abformmassen auf Agar-Agar oder Alginatbasis.


Hydroxylapatit
anorganischer Bestandteil des Zahnschmelzes. Die kariesvorbeugenden Fluoride gehen mit dem H. eine chem. Verbindung ein und härten damit das Kristallgefüge des Schmelzes.


Hygiene
medizinisches Fachgebiet. Sinn der H. ist die Gesunderhaltung des Körpers und die Schaffung gesunder Lebens- u. Arbeitsbedingungen (Gesundheitsfürsorge).
Die H. einer zahnärztlichen Praxis unterliegt strengen gesetzlichen Bestimmungen, ein Verstoß dagegen wird juristisch als schwerer Behandlungsfehler gewertet.
Nach einer 1998 veröffentlichten Untersuchung des Institutes der Deutschen Zahnärzte (IDZ) unterliegt die H. 30 allgemeinen und speziellen Rechtsnormen, Unfallverhütungsvorschriften, Normen und Richtlinien.


hygroskopisch
Wasser o. Wasserdampf anziehend.


Hypästhesie
verminderte Empfindlichkeit. ==> Anaesthesie


hyper / hypo
griech. Vorsilbe für 'über'; Gegensatz: 'hypo' = 'unter'.


Hyperämie
vermehrte Durchblutung; eines der Kennzeichen einer Entzündung. In der ZHK u.a. bei der H. der Zahnpulpa ("Nerv") als Folge einer Caries profunda vorkommend.


Hyperplasie
Vergrößerung von Geweben u. Organen durch abnorme Zellvermehrung.; z.B. medikamentenbedingtes Wuchern des Zahnfleisches bei der Gingivahyperplasie.


Hypersekretion
übermäßige Produktion von Körpersäften; z.B. des Speichels.


Hypersensibilität
Überempfindlichkeit z.B. an freiliegenden Zahnhälsen oder nach Beschleifen eines Zahnes als vorübergehende Folge dieses Eingriffes.


Hypertrophie
abnorme Vergrößerung von Geweben u. Organen.


Hyperzementose
Verdickung des Zahnwurzelzementes bei toten o. überbelasteten Zähnen. Können zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Entfernung eines Zahnes führen.


Hypnose
künstlich hervorgerufene Bewußtseinsänderung. In der ZHK jüngst mit unterschiedlichem Erfolg angewandt. Die in den Medien häufig propagierte Angstreduzierung durch H. hat sich bisher nicht durchsetzen können, da nur ein Teil der Patienten auf diese Beeinflussung anspricht und auch nur wenige Zahnärzte von Natur aus befähigt sind, mit dieser Technik umzugehen.


Hypnotika
Schlafmittel.


Hypodontie
Bezeichnung für angeborene Unterzahl von Zähnen; eine ausgeprägte H. mit Fehlen von ganzen Zahngruppen nennt man Oligodontie. ==> Anodontie


Hypophyse
Hirnanhangdrüse; Hauptsteuerungsorgan der anderen Drüsen des Körpers.


Hypoplasie
unvollkommene Anlage o. Unterentwicklung; z.B. des Zahnschmelzes, welches sich in seiner geringeren Festigkeit, dadurch bedingter Kariesanfälligkeit und einer Verfärbung äußert.


Hypotonie
erniedrigter Blutdruck.


Hypoxie
herabgesetzter Sauerstoffgehalt im Blut o. Gewebe.


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mit freundlicher Genehmigung von dental-links.de, Dental Lexikon © by Dr. Claus de Cassan